2. Das Herz der Buße
Wenn man das Bußsakrament nicht nur gültig, sondern auch möglichst fruchtbar empfangen will, kommt es vor allem auf drei Bemühungen an.
Auf den Blick hinein: Gewissenserforschung
Auf den Blick zurück: Reue
Auf den Blick nach vorne: Vorsatz
a) Der Blick hinein: Gewissenserforschung
Ein Sprichwort sagt: „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.“ Es gibt heute nicht wenige Menschen, die sich den Weg der Buße sehr einfach machen. Sie leugnen die Sünde überhaupt oder behaupten wenigstens, daß sie in ihrem Leben keine Rolle spiele. Dabei fallen sie einem großen Irrtum und einer großen Selbsttäuschung zum Opfer. Sehr klar und deutlich sagt die Heilige Schrift: „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1 Joh 1, 8).
Denke darüber nach, welche Sünden und Unterlassungen du seit der letzten Beichte begangen hast. Oder hat sich vielleicht kein Stäubchen auf deine Seele gelegt? Vielleicht fühlst du es gar nicht mehr, wie sehr auch du lau geworden bist. Wie war dein Verhalten zu Gott (Glaube, Hoffnung, Liebe, Gehorsam, Treue zu seinem Willen, Ehrfurcht und Vertrauen), zu dir selbst (Charakterbildung, Gewissensbildung, Bekämpfung deines Hauptfehlers, Geduld mit dir selbst, Pflichttreue in deinem Beruf), zu deinen Mitmenschen (Hilfsbereitschaft, Verträglichkeit, Rücksicht, Geduld, Liebe, Dankbarkeit, Freundlichkeit)? Man kann auch einen Gewissensspiegel verwenden. Etwa auch den im Anhang dieses Heftchens.




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