2. Das Herz der Buße
c) Der Blick in die Zukunft
Ob die Reue echt und ernst ist, muß sich im Vorsatz zeigen. Man muß den festen und ehrlichen Willen haben, in Zukunft nicht nur die zu beichtenden Sünden, sondern jede freiwillige Beleidigung Gottes nach besten Kräften zu meiden, aber auch die freiwillige nächste Gelegenheit zur Sünde. Dazu gehört auch die Wiedergutmachung eines Unrechts an Hab und Gut eines Menschen oder einer Gemeinschaft, die Wiederherstellung seiner verletzten Ehre, die Versöhnung mit seinem Gegner und die Verzeihung eines erlittenen Unrechts. Nur dann dürfen wir beten: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ...“
Wenn einer, der aus eigener Schuld die Sonntagsmesse häufig versäumt hat, nicht bereit ist, sie in Zukunft mitzufeiern, wenn einer sich nicht bemühen will, heilige Namen nicht mehr im Zorne auszusprechen, wenn einer seine sündhafte Bekanntschaft nicht aufgeben will, kann Gott ihm nicht verzeihen. Das muß dem gläubig Denkenden klar sein.




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