Anhang III
Reue
Das eigentliche Herzstück der Buße ist die Reue. Sie ist in ihrem Wesen die innere Abkehr von der Sünde, die man als Beleidigung Gottes erkennt und deshalb verabscheut. Ohne Reue gibt es unter keinen Umständen eine Verzeihung der Sünden. Man sollte es sich zum Grundsatz machen, nie eine Sünde zu beichten, die man nicht aufrichtig bereut, sonst verfällt man der Selbsttäuschung und meint, die Sünde sei durch das bloße Bekenntnis verziehen. Ein Hauptmotiv der Reue kann sein die Betrachtung des Undankes gegen die Liebe des Vaters, des Erlösers und des Heiligen Geistes. Die vollkommene Reue besteht in der Abkehr von der Sünde aus Liebe zu Gott, die unvollkommene hat als Motiv die Furcht vor der Strafe Gottes. Man wird sicher eine gute Beichte ablegen, wenn man sich vorstellt, es könnte die letzte Beichte des Lebens sein.
Reuegebet
“O Gott, du hassest die Sünde, du strafest sie streng und ich habe so viel gesündigt. Du bist voll Liebe gegen mich, du bist für mich am Kreuze gestorben und ich habe dich so oft beleidigt. Es reut mich jetzt von Herzen, ich will nicht mehr sündigen, ich will auch die Gelegenheit zur Sünde meiden. Verzeih mir, barmherziger Vater!”
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“Mein Gott, von ganzem Herzen bereue ich, daß ich Böses getan und Gutes unterlassen haben. Um des Leidens unseres Erlöser, Jesu Christi willen, erbarme Dich meiner, o Herr!”




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